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Empfehlungen zur Bearbeitung der Fallstudien (im Anschluss an die ZB1)

  1. Die Fallstudie sollte nicht nur eine reine Zusammenfassung der Medienberichterstattung sein. Beschränken Sie sich also nicht auf einen reinen Beschrieb des Verlaufs der Krise (rein deskriptiv; Chronologie der Ereignisse). Ein solcher kann als Orientierungshilfe für die Leserschaft durchaus nützlich sein, sollte aber nicht mehr als zwei Seiten umfassen (in der Regel unmittelbar nach der Einleitung).
  2. Der Hauptteil des Beitrags widmet sich Ihrer Analyse, insbesondere deren Ergebnissen und der Interpretation derselben.
  3. Aus zeitlichen und ökonomischen Gründen können Sie bestenfalls einen Überblick über die Ereignisse/Auswirkungen auf allen vier Ebenen der Krisenverlaufskarte geben. Für den Hauptteil Ihrer Analyse empfehlen wir, sich auf einen oder zwei interessante Aspekte (meist auf einer Ebene) zu fokussieren (anders gesagt: sich einzuschränken), wie wir das Ihnen gegenüber während der ersten Zwischenbesprechung erwähnt haben. Dies ist von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt auch von der Zugänglichkeit zu den Informationen und der von Ihnen jeweils gewählten Untersuchungsmethode ab (Inhaltsanalyse von Dokumenten, Analyse des Medienechos, Durchführung von Experteninterviews usw.).
    Beispiele aus dem Band 1, Fallstudien zur Krisenkommunikation:
    a) Germanwings Absturz: Fokus auf das Verhalten der Gesellschaft nach der Katastrophe (Krisenmanagement und Krisenkommunikation von Germanwings)
    b) Schiffbruch der Costa Concordia: Krisenkommunikation der Gesellschaft; Sündenbockstrategie und das Verhalten von Kapitän Schettino
    c) Cyberattacke ExPetr: Auswirkungen auf und Verhalten des Logistik- und Transportkonzerns A. P. Moeller-Maersk
    d) Flughafen BER: Vergleichende Analyse der Pressecommuniqués des Unternehmens und des Medienechos (Fokus: Die Zeit; Neue Zürcher Zeitung; Berliner Morgenpost; Bild)
  4. In den meisten Fällen bezieht man die Informationen aus den Medien (Medienecho). Nur in Einzelfällen ist der Zugriff auf interne Dokumente, Expertisen oder auf Informationen über Interviews möglich. Wenn Sie Medienberichte analysieren, begründen Sie die Wahl der Medientitel (Nähe, Auflage, politische Ausrichtung usw.) und definieren Sie einen Untersuchungszeitraum. Sonst laufen Sie Gefahr, sich zu verlieren.

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